Appelle

Appellbriefe

Hier finden sie regelmäßig Möglichkeiten sich aktiv für Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran einzusetzen.
 

April 2022 – Appellbrief für Narges Mohammadi

Narges Mohammadi ist eine Menschenrechtlerin, die wegen ihres gewaltlosen Engagements zu langjährigen Haftstrafen und zu Auspeitschungen verurteil wurde. Zuletzt wurde sie am 15. Januar 2022 zu weiteren 8 Jahren und 2 Monaten Gefängnis sowie 74 Peitschenhieben verurteilt. Sie befindet sich jetzt im Gefängnis Shahr-e Rey (Gharchak) in Varamin nahe Teheran.

Fordern Sie die iranischen Behörden auf, Narges Mohammadi umgehend und bedingungslos freizulassen!

 

Februar 2022 – Appellbrief für Yasaman Aryani und ihre Mutter Monireh Arabshahi

Yasaman Aryani, ihre Mutter Monireh Arabshahi und andere Menschenrechtlerinnen haben am 8. März 2019 friedlich ihr Recht auf Meinungsfreiheit ausgeübt und den gesetzlichen Kopftuchzwang kritisiert, indem sie ohne Kopfbedeckung Blumen in einer Teheraner U-Bahn verteilten. Dafür wurden sie zu jeweils 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde auf 9 Jahre und 7 Monate reduziert. Davon muss die längste Einzelstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten verbüßt werden.

Fordere die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der inhaftierten Frauenrechtlerinnen!

 

August 2021 – Appellbrief für Nahid Taghavi

Die 66-jährige iranisch-deutsche Staatsbürgerin Nahid Taghavi ist seit dem 16. Oktober 2020 willkürlich im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert. Angehörige der iranischen Revolutionsgarde nahmen die Deutsch-Iranerin in ihrem Zuhause in Teheran fest. Dabei beschlagnahmten sie auch ihren Laptop, ihr Handy, USB-Speichersticks, Geld, Bücher, Fotos und den deutschen Pass.

Nahid Taghavi hat ihren Wohnsitz in Deutschland, reist aber jeweils für mehrere Monate pro Jahr in den Iran, um ihre dortige Familie zu besuchen. Die Behörden informierten ihre Familie weder über die Festnahme von Nahid Taghavi noch über ihren Aufenthaltsort.

Nahid Taghavi leidet an Bluthochdruck und benötigt dafür täglich Medikamente. Die Gefängnisbehörden weigerten sich zu Beginn ihrer Haft, die blutdrucksenkenden Medikamente anzunehmen, die ihre Familienangehörigen ins Gefängnis bringen wollten. Seitdem sie sich im Evin-Gefängnis in Haft befindet, hat sie Diabetes entwickelt, wofür sie nun auch Medikamente benötigt.

Amnesty International betrachtet Nahid Taghavi als gewaltlose politische Gefangene, die allein wegen der friedlichen Ausübung ihrer Rechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit festgehalten wird. Amnesty International fordert für sie einen regelmäßigen Zugang zu ihrer Familie, einen Rechtsbeistand, eine angemessene medizinische Versorgung und ihre umgehende und bedingungslose Freilassung.

 

Juli 2021 – Appellbrief für Esmail Abdi

Esmail Abdi ist Mathematiklehrer und Vorsitzender der Lehrergewerkschaft im Iran (ITTA). Er wurde im Februar 2016 nach einem unfairen Verfahren zu insgesamt 16 Jahren Haft verurteilt. Seit dem 9. November 2016 befindet sich Esmail Abdi im Evin-Gefängnis. Angeklagt wurde Esmail Abdi wegen seiner gewerkschaftlichen Aktivitäten. Fordere seine unverzügliche und bedingungslose Freilassung!

 

April 2021 und Juli 2021 – Appellbriefe für Nasrin Sotoudeh

Die bekannte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist in zwei unfairen Gerichtsverfahren zu insgesamt 38 Jahren Gefängnis und 148 Peitschenhieben verurteilt worden. Fordere ihre unverzügliche und bedingungslose Freilassung!

 

April 2021 – Appellbrief für Maryam Akbari Monfared und Zeynab Jalalian

Amnesty betrachtet die inhaftierte Maryam Akbari Monfared als eine gewaltlose politische Gefangene. Sie wurde 2015 zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Zuerst war sie in der Frauenabteilung des Evin-Gefängnis inhaftiert. Am 21. März 2021 wurde sie gegen ihren Willen in das Gefängnis von Semnan verlegt.
Fordern Sie die iranischen Behörden auf, Maryam Akbari Monfared unverzüglich und bedingungslos freizulassen. Bitten Sie die iranischen Behörden eindringlich, ihr zumindest sofortigen Zugang zu medizinischer Versorgung durch einen Fachart im Gefängnis zu gewähren.

Die Menschenrechtsverteidigerin Zeynab Jalalian wurde im Dezember 2008 zum Tode verurteilt ohne dass ihr Anwalt die Möglichkeit hatte, sie vor Gericht zu vertreten. Das Todesurteil wurd im Dezember 2011 zu lebenslanger Haft umgewandelt. Zuerst kam Zeynab Jalalian in das Gefängnis Khoy in der Provinz West-Aserbaidsch gebracht, um dort ihre Gefängnisstrafe zu verbüßen. Mehrmals wurde sie von einem Gefängnis in ein anderes verlegt und befindet sich nun möglicherweise im Yazd-Gefängnis. Während der Haftzeit war sie Folter und anderen schweren Misshandlungen ausgesetzt. Ihre Familie glaubt, dass dies mehrere schwerwiegende gesundheitliche Probleme verursacht hat. Derzeit wird ihr eine spezielle medizinische Behandlung für ihre Augenerkrankungen außerhalb des Gefängnisses verweigert. Sie ist nun in ernsthafter Gefahr, ihr Augenlicht zu verlieren.
Fordere die iranischen Behörden auf, Zeynab Jalalian sofortigen Zugang zu medizinischer Versorgung durch einen Facharzt zu gewähren und sie unverzüglich und bedingungslos freizulassen.

 

November 2019 – Appellbrief für die Demonstrant_innen während der Proteste im November 2019 im Iran

Videoaufnahmen, Augenzeugenberichte und Informationen von Menschenrechtsaktivist_innen außerhalb des Iran offenbaren ein erschütterndes Muster rechtswidriger Tötungen durch iranische Sicherheitskräfte. Sie haben mit exzessiver Gewalt weitgehend friedliche Proteste in mehr als 100 Städten niedergeschlagen. Ausgelöst wurden die Proteste durch die Erhöhung der Benzinpreise am 15. November.

 

1. Mai 2022