Briefe gegen das Vergessen

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern – ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte „Briefe gegen das Vergessen“. Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die „Briefe gegen das Vergessen“ wirken durch ihre enorme Anzahl.
Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!
 

Die MenschrechtsaktivistInnen Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee

Das Ehepaar Arash Sadeghi und Golrokh Ebrahimi Iraee, 2016: © Privat

ARASH SADEGHI UND GOLROKH EBRAHIMI IRAEE

Die Eheleute Golrokh Ebrahimi Iraee und Arash Sadeghi setzten sich vor ihrer Festnahme im September 2014 für die Menschenrechte ein, unter anderem für politische Gefangene und Meinungsfreiheit sowie gegen die Todesstrafe. In unfairen Verfahren wurden sie zu langen Haftstrafen verurteilt. Nach zwischenzeitlichen Freilassungen gegen Kaution sind beide nun wieder inhaftiert.
März 2021: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache zu gelangen.
 

Die iranisch-kurdische Aktivistin Zeynab Jalalian

Die iranisch-kurdische Aktivistin Zeynab Jalalian: © privat

ZEYNAB JALALIAN

Zeynab Jalalian gehört der kurdischen Minderheit im Iran an und verbüßt eine lebenslange Haftstrafe im Gefängnis von Choy in der Provinz West-Aserbaidschan. Sie wurde im März 2008 wegen ihres Einsatzes für die kurdische Selbstverwaltung und ihrer Aktivitäten beim politischen Flügel der oppositionellen Gruppe Partiya Jiyana Azad a Kurdistanê (PJAK) festgenommen.
Nach einer Covid-19-Infektion leidet sie unter Atemnot. Es ist daher wahrscheinlich, dass sie einen permanenten Lungenschaden davongetragen hat, der umgehend einer fachärztlichen Behandlung bedarf.
Januar 2021: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache zu gelangen.
 

ARSALAN KHODKAM

Der iranische Kurde Arsalan Khodkam könnte jederzeit hingerichtet werden. Er wurde 2018 zum Tode verurteilt, nachdem man ihn schuldig gesprochen hatte, für die bewaffnete Oppositionsgruppe Kurdische Demokratische Partei des Iran (KDPI) „spioniert“ zu haben. Der 47-Jährige weist den Vorwurf zurück. Die Anklage sei erfolgt, nachdem die iranischen Behörden erfahren hatten, dass er über Instagram mit einem Verwandten seiner Frau in Kontakt stand, der Mitglied der KDPI war. Arsalan Khodkam gibt an, in Haft gefoltert und misshandelt worden zu sein.
28.08.2020: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher Sprache zu gelangen.
 

DURCH COVID-19 BEDROHTE GEFANGENE

Trotz einiger angekündigter Freilassungen angesichts der COVID-19-Pandemie befinden sich im Iran noch immer Hunderte gewaltlose politische Gefangene in Haft. Zu ihnen zählen Menschenrechtler_innen, friedliche Protestierende und andere Personen, die lediglich deshalb inhaftiert wurden, weil sie friedlich ihre Rechte auf Meinungs-, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit wahrgenommen oder von ihrem Recht auf Glaubens- bzw. Religionsfreiheit Gebrauch gemacht haben.
Juni 2020: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher Sprache zu gelangen.
 

4. März 2021