Briefe gegen das Vergessen

Briefe gegen das Vergessen

Täglich werden Menschen weltweit festgenommen, bedroht, gefoltert, getötet. Weil sie ihre Meinung sagen, sich für die Menschenrechte in ihrem Land einsetzen oder mit friedlichen Mitteln ihre Regierung kritisieren. Gewaltlose politische Gefangene verschwinden oft für Jahre hinter Gittern – ohne faires Gerichtsverfahren und unter unterschiedlich schwierigen Haftbedingungen. Die Gefahr, dass sie vergessen werden, ist groß. Darum brauchen sie unseren Schutz, unsere Solidarität, unseren Einsatz!
Aus diesem Grund startet Amnesty International sogenannte „Briefe gegen das Vergessen“. Sie geben den Gefangenen Hoffnung und zeigen den Verantwortlichen, dass die Gefangenen nicht in Vergessenheit geraten sind. Die „Briefe gegen das Vergessen“ wirken durch ihre enorme Anzahl.
Wir brauchen Ihre Unterstützung. Gegen das Vergessen. Beteiligen Sie sich an den Briefen gegen das Vergessen!
 

Die Iranerin Pakhshan Azizi, tätig für eine karitative Organisation

Die Iranerin Pakhshan Azizi wurde im Juli 2024 zum Tode verurteilt: © Privat

PAKHSHAN AZIZI

Pakhshan Azizi gehört der kurdischen Minderheit in Iran an. Ihr droht die Hinrichtung, nachdem das Teheraner Revolutionsgericht sie wegen „bewaffneter Rebellion gegen den Staat“ (baghi) zum Tode verurteilte.
Pakhshan Azizi wurde im August 2023 festgenommen und im Juli 2024 verurteilt. Das Todesurteil basiert lediglich auf ihren friedlichen menschenrechtlichen und humanitären Aktivitäten. Sie leistete zwischen 2014 und 2022 humanitäre Hilfe für Frauen und Mädchen, die von der bewaffneten Gruppe „Islamischer Staat“ vertrieben worden waren und sich in Lagern im Nordosten Syriens und in der irakischen Region Kurdistan aufhielten. Auch unter Folter hat sie stets bestritten, Verbindungen zu bewaffneten kurdischen Gruppen zu haben. Es wird befürchtet, dass ihr unmittelbar die Hinrichtung droht.
Vom 28. Juli 2026 bis 31. Oktober 2026: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache zu gelangen.
 

Der schwedisch-iranische Arzt Dr. Ahmadreza Djalali

Der schwedisch-iranische Arzt Dr. Ahmadreza Djalali wurde 2017 in Iran zum Tode verurteilt (undatiertes Foto): © Privat

DR. AHMADREZA DJALALI

Der schwedisch-iranische Wissenschaftler und Arzt Ahmadreza Djalali ist seit 25. April 2016 im Iran inhaftiert. Im Juni 2025 war er wochenlang „verschwunden“. Weder seine Familie noch seine Rechtsbeistände wussten, wo er ist und wie es ihm geht.
Ahmadreza Djalali wurde 2017 in einem grob unfairen Verfahren wegen „Verdorbenheit auf Erden“ (ifsad fil-arz) zum Tode verurteilt: Ihm wurde vorgeworfen, er habe mit Israel zusammengearbeitet, was er bestreitet.
Vom 30. April 2026 bis 31. Juli 2026: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache zu gelangen.
 

Die iranische Menschenrechtsverteidigerin Sharifeh Mohammadi

iranische Menschenrechtsverteidigerin Sharifeh Mohammadi (Archivaufnahme): © Privat

SHARIFEH MOHAMMADI

+++ Update 16.08.2025: Die Abteilung 39 des Obersten Gerichtshofs hat das Todesurteil für Sharifeh Mohammadi bestätigt. Damit droht ihr unmittelbar die Hinrichtung. Bitte fordert die iranischen Behörden auf, alle Pläne zur Hinrichtung von Sharifeh Mohammadi zu stoppen! +++
 
Der Menschenrechtlerin Sharifeh Mohammadi droht unmittelbar die Hinrichtung. Im Juni 2024 hatte ein Revolutionsgericht in Rascht die Arbeitsrechtlerin, Feministin und Gegnerin der Todesstrafe wegen angeblicher „bewaffneter Rebellion gegen den Staat“ (baghi) zum Tode verurteilt. Nach der Festnahme war Sharifeh Mohammadi in einer Haftanstalt des Geheimdienstministeriums in Sanandaj mit verbundenen Augen gefoltert und misshandelt worden. Sharifeh Mohammadi ist jetzt im Gefängnis von Lakan in der Provinz Gilan inhaftiert. Ihr Verfahren war grob unfair.
Vom 29. Juli 2025 bis 30. September 2025: Klicken Sie hier, um zum vollständigen Text und den Briefvorlagen in deutscher und englischer Sprache zu gelangen.
 

2. August 2026