urgent actions

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Hier finden Sie urgent actions zum Iran

Was sind urgent actions?

urgent actions (UA) sind Eilaktionen, mit denen Sie sich sofort für einzele Fälle von Menschenrechtsverletzungen einsetzen können. Schreiben Sie einen Brief, ein Fax oder eine e-Mail an eine der in der UA angegebenen Adressen. Eine kurze Erläuterung, worauf bei einer UA zu achten ist, finden Sie dort ebenfalls.
 
Weitere Informationen und urgent actions auch zu anderen Ländern finden sie → hier.

Aktuelle urgent actions von amnesty international zu Iran

  • Von 26.11.2020 bis 21.01.2021 – DROHENDE HINRICHTUNG
    Am 24. November 2020 erfuhr der iranisch-schwedische Arzt Dr. Ahmadreza Djalali, dass die Staatsanwaltschaft die umgehende Vollstreckung seines Todesurteils angeordnet hat. Er ist wegen „Verdorbenheit auf Erden“ (ifsad fil-arz) zum Tode verurteilt worden.
  • Von 05.11.2020 bis 31.12.2020 – SORGE UM HÄFTLING
    Der 73-jährige österreichisch-iranische Staatsbürger Massud Mossaheb verbüßt zurzeit eine 10-jährige Haftstrafe, die in einem grob unfairen Gerichtsverfahren gegen ihn verhängt wurde. Ihm werden vage formulierte Straftaten gegen die „Staatssicherheit“ vorgeworfen.
  • Von 14.10.2020 bis 09.12.2020 – OBERSTER GERICHTSHOF LEHNT ÜBERPRÜFUNG AB
    Der Menschenrechtsaktivist Abbas Lesani, der sich für die Rechte der aserbaidschanisch-türkischen Minderheit einsetzt, wurde im Oktober 2019 wegen „Verbreitung von Propaganda gegen das System“ zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er zehn Jahre verbüßen muss. Diesem Berufungsverfahren saß ein Richter vor, der in seiner früheren Eigenschaft als Staatsanwalt die Anklagen gegen Abbas Lesani erhoben hatte. Im Juli 2020 wies der Oberste Gerichtshof seinen Antrag auf gerichtliche Überprüfung seines Falls zurück.
  • Es gibt ein Update zur UA für Nasrin Sotoudeh: Ihr wurde am 7. November 2020 Hafturlaub gewährt. Greifen Sie jedoch weiterhin die Forderungen der UA auf und schicken Sie Ihre Appelle. Weitere Informationen folgen an dieser Stelle.
    Von 25.09.2020 bis 18.11.2020 – SORGE UM INHAFTIERTE ANWÄLTIN
    Die Gesundheit der inhaftierten Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh ist in Gefahr, nachdem die iranischen Behörden sie aus dem Krankenhaus zurück ins Gefängnis gebracht haben – obwohl einE ÄrztIN die Notwendigkeit eines medizinischen Eingriffs an ihrem Herz betont hat.
  • Von 22.09.2020 bis 17.11.2020 – IRANISCHEM KURDEN DROHT HINRICHTUNG
    Dem iranisch-kurdischen Gefangenen Heidar Ghorbani droht die Hinrichtung wegen „bewaffneter Rebellion gegen den Staat“ (baghi), obwohl die internationalen Standards für ein faires Verfahren in seinem Fall schwer verletzt wurden und das Gericht bestätigt hat, dass er nie bewaffnet war.
  • Von 03.08.2020 bis 28.09.2020 – NACH FOLTER IN HINRICHTUNGSGEFAHR
    Arsalan Khodkam, der der kurdischen Minderheit im Iran angehört, ist in Gefahr, in der Provinz West-Aserbaidschan hingerichtet zu werden. Er wurde nach einem nur 30 Minuten währenden in höchstem Maße unfairen Gerichtsfahren wegen „Spionage“ zum Tode verurteilt. Das Urteil basierte auf „Geständnissen“, die seinen Angaben zufolge durch Folter erpresst wurden.
  • Von 14.07.2020 bis 24.08.2020 – NARGES MOHAMMADI MIT COVID-19 INFIZIERT?
    Die inhaftierte Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi zeigt Symptome einer Covid-19-Erkrankung zusätzlich zu mehreren Vorerkrankungen. Die Behörden bringen ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr, weil sie ihr die Gesundheitsversorgung verweigern und sie unter unmenschlichen Bedingungen in Haft halten.
  • Von 06.07.2020 bis 17.08.2020 – URTEIL GEGEN FRAUENRECHTLERIN RECHTSWIDRIG
    Die iranische Menschrechtsverteidigerin Saba Kordafshari erfuhr im Mai 2020, dass die Justizbehörden ihr Strafmaß im Geheimen rechtswidrig von neun auf 24 Jahre heraufgesetzt haben, indem sie ein Rechtsmittelurteil vom November 2019 änderten. Sie muss umgehend und bedingungslos freigelassen werden, da sie sich nur aufgrund ihrer Menschenrechtsarbeit wie dem Einsatz gegen die diskriminierenden Verschleierungsgesetze im Iran in Haft befindet.
  • Von 26.06.2020 bis 07.08.2020 – KURDEN DROHT HINRICHTUNG
    Der syrische Kurde Kamal Hassan Ramezan wurde willkürlich in der iranischen Provinz West Aserbaidschan inhaftiert und schwebt seit drei Jahren in Hinrichtungsgefahr, da Angehörige des Geheimdienstministeriums sich weigern, seine wirkliche Identität anzuerkennen und ihn stattdessen foltern und auf andere Weise misshandeln, damit er ein falsches Geständnis ablegt.
  • Von 11.06.2020 bis 23.07.2020 – ZAHNÄRZTLICHE BEHANDLUNG VERWEIGERT
    Der pensionierte Ingenieur und britisch-iranische Staatsbürger Anoosheh Ashoori verbüßt nach einem grob unfairen Verfahren eine langjährige Gefängnisstrafe. Er benötigt dringend eine zahnmedizinische Spezialbehandlung in einer Einrichtung außerhalb des Gefängnisses, was ihm die Behörden jedoch verweigern.
  • Von 12.05.2020 bis 23.06.2020 – STUDENT DROHT FOLTER
    Der Student Ali Younesi ist seit dem 10. April willkürlich inhaftiert. Seine Angehörigen gehen davon aus, dass er im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten wird. Seit seiner Festnahme durfte er zwei kurze Telefonate mit seiner Familie führen, der Zugang zu einem Rechtsbeistand wird ihm bislang verwehrt.
  • Von 30.04.2020 bis 07.05.2020 – SCHUTZ VOR CORONA: GEFANGENE FREILASSEN!
    Im Sheiban-Gefängnis in der iranischen Provinz Chuzestan wurden am 31. März zahlreiche Angehörige der arabischen Minderheit der Ahwazis schwer verletzt, als Sicherheitskräfte mit Schlägen und Metallgeschossen gegen Inhaftierte vorgingen, die gegen unzureichende Maßnahmen angesichts von COVID-19 protestierten. Sie benötigen dringend medizinische Versorgung. Der Aufenthaltsort von Hossein Silawi, Ali Khasraji und Naser Khafaji, die am 31. März Opfer des Verschwindenlassens wurden, ist nach wie vor unbekannt.
  • Von 27.03.2020 bis 11.06.2020 – GEFANGENE IN FOLTERGEFAHR
    Das Coronavirus breitet sich in iranischen Gefängnissen immer rascher aus. Hunderte gewaltlose politische Gefangene müssen deshalb umgehend und bedingungslos freigelassen werden.
  • Von 28.02.2020 bis 10.04.2020 – DREI DROHENDE HINRICHTUNGEN
    Amirhossein Moradi, Mohammad Rajabi und Saeed Tamjidi wurden im Zusammenhang mit Brandstiftungen bei den Protesten im November 2019 zum Tode verurteilt. Während der Ermittlungen hatten sie keinen Zugang zu Rechtsbeiständen und wurden nach eigenen Angaben gefoltert.
  • Von 18.02.2020 bis 31.03.2020 – MENSCHENRECHTSANWALT IM HUNGERSTREIK
    Amirsalar Davoudi ist seit 9. Februar im Hungerstreik. Der Menschenrechtsanwalt protestiert damit gegen die Weigerung der iranischen Behörden, ihm Freigang aus dem Gefängnis zu gewähren. Seit seiner Verurteilung zu 29 Jahren und drei Monaten Gefängnis sowie zu 111 Stockhieben ist er im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert.
  • Von 13.02.2020 bis 26.03.2020 – MENSCHENRECHTLERIN MISSHANDELT
    Am 24. Dezember 2019 wurde die inhaftierte Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi aus dem Teheraner Evin-Gefängnis in das Gefängnis von Zanjan verlegt. Wie sie in einem Brief berichtet, wurde sie dabei misshandelt.
  • Von 23.01.2020 bis 05.03.2020 – DROHENDE HINRICHTUNG
    Im Iran droht dem Kurden Houshmand Alipour die Hinrichtung, nachdem er am 29. Dezember 2019 in einem unfairen Verfahren zum Tode verurteilt wurde. Mohammad Ostadghader, der ebenfalls der kurdischen Minderheit angehört, war im selben Prozess zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Beide Männer hatten keinen Zugang zu Rechtsbeiständen ihrer Wahl und geben an, durch Folter zu „Geständnissen“ gezwungen worden zu sein.

 

Archiv urgent actions

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www.amnesty.de
 

28. November 2020